Zitat aus dem Gutachten:
Zusammenfassend wird abschließend nochmals festgestellt,
dass das geplante Wohnquartier „Margaritenhöhe“ aus verkehrlicher Sicht über die Bergstraße
gut an das Hauptverkehrssystem angebunden werden kann.
Die zu erwartende Verkehrszunahme kann durch das bestehende Erschließungsnetz ohne weiteres bewältigt werden.
Das ⇒ Gutachten Stadt Schwäbisch Gmünd – Verkehrsuntersuchung zum Bebauungsplan „Margaritenhöhe“ – 21.01.2025 kommt zu einer für Anwohner nicht nachvollziehbaren Erkenntnis.
Die alltägliche Lebenserfahrung der Anwohner:
Die Einfahrt in die Weissensteiner Strasse aus der Bischof-Keppler-Strasse ist stadteinwärts zu bestimmten Tageszeiten nur mit langen Wartezeiten,
bzw. in der Rotphase der Fussgängerampel für jeweils 1 Fahrzeug möglich.
Deshalb wird zu diesen Zeiten die längere Ausfahrt über die Bergstrasse bevorzugt.
Hier kommt es dann zu Verzögerungen an den Stellen, an denen kein Begegnungsverkehr möglich ist.
Bis zu einer gewissen Frequenz von Fahrzeugen sind diese Verzögerungen gering. Bei höherer Frequenz kommt es zu Kipppunkten:
Wenn von beiden Seiten einer Engstelle zwei oder mehr Fahrzeuge durchfahren wollen.
Es ist zu Erwarten, dass diese Kipppunkte häufiger vorkommen.
- Wenn mehr Menschen in dem Viertel wohnen
- Während der Bauphase des DRK Parkhauses
- Wenn das DRK Parkhaus in der Bischof-Keppler-Strasse fertig gestellt ist und mindestens die Fahrzeuge von einer Parkplattform ausschließlich über die Bischof-Keppler-Strasse ein- und ausfahren
- Während der jahrelangen Bauphase mit tausenden LKW Fahrten
Extreme Belastungen für Anwohner und die Bestandsstrassen während der Bauphase
Während der jahrelangen Bauphase werden sich tausende LKW Fahrten durch das Nadelöhr Bergstrasse quälen
- Es beginnt damit, daß nahezu der gesamte Baum- und Strauchbestandes abgeholzt wird. Für die Abfuhr des werden zahlreiche Schwertransporte nötig sein.
- Anschließend werden große Erdmassen abtransportiert. Die schwach gepunktete Linie in der Schnittzeichnung ist das derzeitige Höhenprofil
- Die Bestandsgebäude werden abgerissen. Bauschutt wird weggefahren
- Dann beginnt erst die eigentliche Bauphase mit Material, Geräten und Personal für
Der zu erwartende zusätzliche Verkehr wird Wohnqualität und Verkehrssicherheit im angrenzenden vorhandenen Wohngebiet drastisch verschlechtern!
Alle bisherigen Bemühungen zur Verkehrsberuhigung werden mit der Realisierung des Wohngebiets „Margaritenhöhe“ zunichte gemacht. In den siebziger Jahren wurde der Bereich nördlich der Bergstraße zwischen Bernhardusstraße und Straßdorfer Straße mit Mitteln der Städtebauförderung durch aufwendige Straßenbau- und Begrünungsmaßnahmen umgestaltet und verkehrsberuhigt. Diese Maßnahmen hatten im Quartier Hoffnungen auf eine Zukunft in einem begrünten und verkehrsberuhigten Umfeld geweckt und private Investitionen bei vielen Hauseigentümern mobilisieren können.
Entstanden ist ein ruhiges und begehrtes Wohnviertel, das allerdings in den letzten Jahren zunehmend unter Abkürzungs- und Park-Such-Verkehr leidet.
Temporeduzierende Maßnahmen werden häufig ignoriert. Dadurch ist die Sicherheit im Viertel gerade für die vielen Kinder stark beeinträchtigt. Dazu kommen seit einem halben Jahr die Baustellenfahrzeuge zum neuen DRK-Bauprojekt, die durch die engen Straßen des Viertels zur Baustelle an der Bischof-Keppler-Straße fahren und noch mindestens ein weiteres Jahr fahren werden.
Dadurch wird jetzt allen Bewohnern klar, was auf sie zukommen wird, wenn die Erschließungsmaßnahmen auf der Schapplachhalde/Margaritenhöhe beginnen und sich anschließend die Bauarbeiten für die Häuser über viele Jahre hinziehen werden.
Nach Fertigstellung dieser Baumaßnahmen im angekündigten Umfang würden sich ca. 400 neue Bewohner mit ihren Autos über die schmalen Wohnstraßen
in Richtung Rechbergstraße und Weißensteiner Straße bewegen.
Schon jetzt ist es mühsam, sich an den Einmündungen in die Hauptverkehrsstraßen einzufädeln.
Täglicher Höhepunkt im Verkehrschaos ist schon jetzt die Zeit,
wenn Eltern ihre Kinder zur Franziskus Grundschule und zum bestehenden Kindergarten bringen.
In Zukunft wird ein größerer Kindergarten noch mehr Verkehrverdichtung in der Bergstrasse bewirken.
Das neue DRK-Parkhaus in der Bischof-Keppler-Strasse sollte in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Auch hier wird die Zufahrt von mindestens einer Plattform über die Bischof-Keppler-Strasse erfolgen.
Warum wird das alles den Bewohnern der angrenzenden Wohnviertel zugemutet? Die Größe des geplanten Wohngebiets bzw. Anzahl der geplanten Wohnungen und der Anbindepunkt passen nicht zum vorhandenen Straßennetz. Wir Bewohner des Viertels haben nichts gegen eine maßvolle Erweiterung südlich der Bergstraße, aber eben in Maßen und nicht nicht Massen!