Warum wird es teuer?

Zitat aus dem Gutachten:
...Hanglehm / Fließerden (Schichtstärke bis mind. 6,5 m): In allen Bohrungen wurden schluffig-tonige Hanglehme bzw. Fließerden angetroffen. Sie waren meist feinsandig, teilweise kiesig, mit Kiesen aus Sandsteinen bzw. Sandsteinrelikten. In den Bohrungen BS 8 und BS 9 sind zudem kalkige Kiese enthalten. Die Konsistenz der Hanglehme / Fließerden schwankt von weich bis halbfest.

Diese Pläne zeigen die Bohrlöcher, aber nicht den letzten Stand der Planungen. Im Vergleich zu diesem Stand fand eine Reduzierung auf 15 Häuser statt.

⇒ Link zum Gutachten 12-2025, Geotechnik Aalen, Geotechnik Aalen, Niederlassung Stuttgart

Die gepunktete Linie ist das derzeitige Höheprofil.
Die kleine Zeichnung zeigt, wo auf dem Plan die Schnitte A-A und B-B liegen.


Knollenmergel

Ob es je realisiert werden kann, wird angesichts der topografischen, geologischen und finanziellen Bedingungen stark bezweifelt, denn dieses Gebiet zählt aufgrund der Hanglage und der geologischen Besonderheiten (⇒Knollenmergel) zu den am schwierigsten und aufwendigsten zu bebauenden Wohngebieten in der Innenstadt Schwäbisch Gmünds.

Passend dazu ein Artikel aus der Gmünder Tagespost vom 11.05.2024. Hier geht es um den Wiederaufbau des "Belvedere" in der Nähe des Bahnhofs.

Ein weiterer Artikel aus der Gmünder Tagespost (04.06.2024)
zum Thema Problematik des Knollenmergels.

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Gmünder Tagespost, 22.07.2024
„Probleme“ beim Bau des Kinderhauses Kunterbunt




Gmünder Tagespost, 23.07.2024
„Mit derartigen Hangrutschungen ist nicht zu rechnen gewesen“



Gmünder Tagespost, 26.02.2025
Ein weiterer teuerer Hangrutsch in Bettringen

Gmünder Tagespost, 17.10.2025
Ein rießiger Hangrutsch an der Oberbettringer Strasse

Weitere Berichte zum Hangrutsch an der Oberbettringer Strasse
am 05.12.25 in der Gmünder Tagespost
und am 09.12.25 in der Remszeitung


Es wurde eine Baugrunduntersuchung von der Geotechnik Aalen erstellt, bei welcher folgenden geologischen Situation festgestellt wurde:

Geologie
Das Plangebiet befindet sich in der Löwenstein-Formation (Stubensandstein) des Mittelkeupers, in der Sand- und Tongesteine vorherrschen.
„Es wurden Auffüllungen, Hanglehme/Fließerden, Hochterrassenschotter und Stubensandsteinschichten angetroffen. Die Auffüllungen wurden nur in fünf Bohrungen, zumeist geringmächtig, angetroffen und sind daher für die Gesamtbewertung der Gründungsverhältnisse wenig relevant. Örtlich sind die Auffüllungen entsprechend zu beachten. Die Fließerden / Hanglehme weisen Mächtigkeiten bis 6,5 m auf und sind aufgrund ihrer starken Kompressibilität nicht zur Gründung der geplanten Gebäude geeignet.

Die tiefer liegenden Hochterrassenschotter können lokal von weichen bis breiigen Auelehmschichten durchzogen sein, sodass eine Gründung auf ihnen ebenso wenig empfohlen wird. Allenfalls können vertiefte Flachgründungen […] eine relevante Gründungsmöglichkeit darstellen, was gesondert zu untersuchen wäre.
Die Oberkante des Stubensandsteins wurde in drei Rammkernsondierungen erkundet. Der Stubensandstein bildet den setzungsendlichen Baugrund und eignet sich gut zum Lastabtrag. Er ist in den relevanten Baufeldern mittels Pfahlgründung erreichbar.
Die Gründungsempfehlungen sind nach Vorlage von Planunterlagen und Gebäudelasten zu überprüfen und ggf. zu überarbeiten. Hangabwärts gerichtete Kriechbewegungen des Bodens sind zu beachten.
Auf die Notwendigkeit, die Untergeschosse steif auszubilden, wird hingewiesen.“


Deshalb wird es auch zu den hochpreisigen Wohngebieten zählen und eher finanzkräftige Bauherren ansprechen.

Mit diesen Randbedingungen erscheint es höchst zweifelhaft, die angedachte Quote von 25% preisgünstiger Wohnungen zu erreichen.

Die BI Margaritenhöhe sieht angesichts des schon bestehenden vielfältigen Bauangebots in Schwäbisch Gmünd keinen Bedarf für eine massive Bebauung der Schapplachhalde/Margaritenhöhe.

Dieses Gebiet kann aufgrund seiner schwierigen Lage- und Baubedingungen die von der Stadt gesetzten Ziele nicht erfüllen.